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	<title>Tschernobyl.org</title>
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	<description>Alles wissenswerte rund um Tschernobyl.</description>
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		<title>Schäden am Tschernobyl-Schutzschild: Drohnenangriff bedroht jahrhundertelange Sicherheit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[webgo-admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Sep 2025 10:26:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 14. Februar 2025 wurde der New Safe Confinement (NSC) – die metallische Schutzkuppel über dem seit 1986 bestehenden Sarkophag am Reaktor 4 von Tschernobyl – durch einen mutmaßlich russischen Kampfdrohnenangriff beschädigt. Obwohl die Strahlungswerte weiterhin im Normbereich blieben, offenbaren die Schäden ein akutes Sicherheitsrisiko. Der Wiederaufbau stellt technische, finanzielle und sicherheitsrelevante Herausforderungen dar, die [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p data-start="336" data-end="814">Am <strong data-start="339" data-end="359">14. Februar 2025</strong> wurde der <strong data-start="370" data-end="400">New Safe Confinement (NSC)</strong> – die metallische Schutzkuppel über dem seit 1986 bestehenden Sarkophag am <a href="https://tschernobyl.org/tschernobyl-reaktor/">Reaktor 4 von Tschernobyl</a> – durch einen mutmaßlich russischen Kampfdrohnenangriff beschädigt. Obwohl die Strahlungswerte weiterhin im Normbereich blieben, offenbaren die Schäden ein akutes Sicherheitsrisiko. Der Wiederaufbau stellt technische, finanzielle und sicherheitsrelevante Herausforderungen dar, die Jahrzehnte überdauern könnten.</p>
<h2 data-start="821" data-end="865">Der Angriff – Details und Hintergründe</h2>
<p data-start="907" data-end="1276">In den frühen Morgenstunden des <strong data-start="939" data-end="959">14. Februar 2025</strong> schlug eine Drohne mit einer <strong data-start="989" data-end="1014">hochexplosiven Ladung</strong> in die äußere Hülle des NSC ein. Der Einschlag erzeugte ein massives Feuer, das sich zwischen der äußeren und inneren Schicht der Schutzkuppel ausbreitete. Laut Berichten wurde das Feuer gelöscht und es kam <strong data-start="1222" data-end="1257">zu keinem Anstieg der Strahlung</strong> in der Umgebung.</p>
<h3 data-start="1278" data-end="1332">Einschätzungen der internationalen Beobachter</h3>
<ul data-start="1334" data-end="1605">
<li data-start="1334" data-end="1512">
<p data-start="1336" data-end="1512">Die <strong data-start="1340" data-end="1348">IAEA</strong> berichtete, dass zwar die äußere und teilweise die innere Verkleidung beschädigt seien, allerdings <strong data-start="1448" data-end="1490">kein Bruch der innersten Schutzschicht</strong> festgestellt wurde.</p>
</li>
<li data-start="1513" data-end="1605">
<p data-start="1515" data-end="1605">Der ukrainische Präsident <strong data-start="1541" data-end="1554">Selenskyj</strong> verurteilte den Angriff als „terroristischen Akt“.</p>
</li>
</ul>
<h2 data-start="1612" data-end="1675">Ausmaß der Schäden – Loch, Feuer und strukturelle Defekte</h2>
<h3 data-start="1677" data-end="1714">Umfang der physischen Schäden</h3>
<ul data-start="1716" data-end="2019">
<li data-start="1716" data-end="1898">
<p data-start="1718" data-end="1898">Ingenieure schätzen, dass etwa <strong data-start="1749" data-end="1763">300 Löcher</strong> mit einem Durchmesser von jeweils 30–50 cm in der Außenhaut des NSC entstanden sind – verursacht durch das Feuer nach dem Einschlag.</p>
</li>
<li data-start="1899" data-end="2019">
<p data-start="1901" data-end="2019">Zusätzlich wurde die interne <strong data-start="1930" data-end="1944">Krananlage</strong> beschädigt, die essentiell für geplante Abbau- und Wartungsarbeiten ist.</p>
</li>
</ul>
<h3 data-start="2021" data-end="2076">Technische Herausforderungen und Folgewirkungen</h3>
<ul data-start="2078" data-end="2388">
<li data-start="2078" data-end="2220">
<p data-start="2080" data-end="2220">Durch die Beschädigungen ist das NSC <strong data-start="2117" data-end="2157">gegen Witterungseinflüsse anfälliger</strong>, was langfristigen Rost und Feuchtigkeitsschäden begünstigt.</p>
</li>
<li data-start="2221" data-end="2388">
<p data-start="2223" data-end="2388">Feuer und Rauch schwächten zudem wichtige Schichten der <strong data-start="2279" data-end="2300">Isolationsmembran</strong>, die das Eindringen von Wasser und das Austreten radioaktiven Staubs verhindern soll.</p>
</li>
</ul>
<h2 data-start="2395" data-end="2453">Internationale Reaktionen und Sicherheitsbewertungen</h2>
<h3 data-start="2455" data-end="2503">Einschätzungen von Experten und Behörden</h3>
<ul data-start="2505" data-end="2870">
<li data-start="2505" data-end="2677">
<p data-start="2507" data-end="2677">Fachleute beschreiben die Reparaturarbeiten als „enorme Herausforderung“, da Arbeiter höheren Strahlungsdosen ausgesetzt wären, je weiter sie sich dem Sarkophag nähern.</p>
</li>
<li data-start="2678" data-end="2870">
<p data-start="2680" data-end="2870">Ingenieure warnten, dass eine Nicht-Reparatur <strong data-start="2726" data-end="2748">kein gangbarer Weg</strong> sei – die Kosten lägen im zweistelligen Millionenbereich, möglicherweise sogar im Bereich von Hunderten Millionen Euro.</p>
</li>
</ul>
<h3 data-start="2872" data-end="2930">Finanzierungslage und internationale Verantwortung</h3>
<p data-start="2932" data-end="3246">Die <strong data-start="2936" data-end="2996">Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD)</strong> verfügt über eine Notfallreserve von etwa 25 Millionen Euro – bei Weitem nicht genug, um die aufwendigen Reparaturen zu finanzieren. Die Ukraine arbeitet daher mit internationalen Partnern an einer Strategie zur Wiederherstellung der Schutzfunktion.</p>
<h2 data-start="3253" data-end="3286">Risiken und Schutzkriterien</h2>
<h3 data-start="3288" data-end="3324">Weitere Gefährdung der Hülle</h3>
<ul data-start="3326" data-end="3553">
<li data-start="3326" data-end="3553">
<p data-start="3328" data-end="3553">Durch den Brand wurden wichtige Dichtungs- und Druckschutzsysteme beschädigt, wodurch bei einem weiteren Treffer eine <strong data-start="3446" data-end="3475">Struktur­kompromittierung</strong> des Sarkophags droht – mit potenzieller Freisetzung radioaktiven Materials.</p>
</li>
</ul>
<h3 data-start="3555" data-end="3611">Notwendigkeit schneller und sicherer Reparaturen</h3>
<ul data-start="3613" data-end="3881">
<li data-start="3613" data-end="3732">
<p data-start="3615" data-end="3732">Es werden provisorische Abdichtungen diskutiert, ebenso wie eine langfristige Strategie zur Stabilisierung des NSC.</p>
</li>
<li data-start="3733" data-end="3881">
<p data-start="3735" data-end="3881">Gleichzeitig bleibt die <strong data-start="3759" data-end="3786">Sicherheit der Arbeiter</strong> oberstes Gebot – Aufenthaltszeiten müssen begrenzt und Messgeräte ständig eingesetzt werden.</p>
</li>
</ul>
<h2 data-start="3888" data-end="3967">Bedeutung und Ausblick: Der NSC als Symbol internationaler Zusammenarbeit</h2>
<p data-start="3989" data-end="4201">Der NSC symbolisiert jahrelange internationale Kooperation. Er wurde 2016 fertiggestellt – nach Baukosten von über 1,5 Milliarden Euro – und gilt als technisches Meisterwerk, das den alten Sarkophag umschließt.</p>
<h3 data-start="4203" data-end="4243">Dringlichkeit zur Zusammenarbeit</h3>
<p data-start="4245" data-end="4451">Die jüngsten Schäden verdeutlichen, wie verwundbar selbst massive Schutzkonstruktionen sind. <strong data-start="4338" data-end="4375">Schnelles und umfassendes Handeln</strong> ist daher entscheidend – technisch möglich, politisch jedoch hochkomplex.</p>
<h2 data-start="4458" data-end="4466">Fazit</h2>
<ul data-start="4468" data-end="4887">
<li data-start="4468" data-end="4639">
<p data-start="4470" data-end="4639">Der Drohnenangriff am <strong data-start="4492" data-end="4512">14. Februar 2025</strong> hat den New Safe Confinement erheblich beschädigt – ohne akute Strahlungsgefahr, aber mit erheblichen langfristigen Risiken.</p>
</li>
<li data-start="4640" data-end="4755">
<p data-start="4642" data-end="4755">Über <strong data-start="4647" data-end="4661">300 Löcher</strong>, beschädigte Membranen und defekte Kransysteme gefährden die Stabilität und Schutzfunktion.</p>
</li>
<li data-start="4756" data-end="4887">
<p data-start="4758" data-end="4887">Internationale Finanzierung reicht derzeit nicht aus – Reparaturen könnten <strong data-start="4833" data-end="4846">jahrelang</strong> dauern und enorme Summen verschlingen.</p>
</li>
</ul>
<p data-start="4889" data-end="5287">Der Angriff zeigt, dass der Schutzbau nicht nur ein technisches, sondern auch ein politisches Symbol ist – und dass die Weltgemeinschaft gefordert ist, ihn zu erhalten. Mehr Details zu den Ereignissen findest du in der ausführlichen Berichterstattung der <a class="decorated-link" href="https://www.tagesschau.de/ausland/europa/tschernobyl-sarkophag-beschaedigungen-100.html" target="_blank" rel="noopener" data-start="5144" data-end="5284">Tagesschau zum beschädigten Tschernobyl-Sarkophag</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Tschernobyl-Katastrophe: Radioaktive Belastung von Pilzen bis heute</title>
		<link>https://tschernobyl.org/tschernobyl-katastrophe-radioaktive-belastung-von-pilzen-bis-heute/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[webgo-admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Sep 2024 22:11:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auch Jahrzehnte nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl im Jahr 1986 sind Pilze in einigen Regionen Deutschlands noch immer mit radioaktiven Stoffen belastet. Laut einer aktuellen Mitteilung des Bundesamtes für Strahlenschutz gibt es je nach Pilzart und Fundort deutliche Unterschiede in der Strahlenbelastung. Besonders belastete Pilzarten Die Messungen des Bundesamtes zeigen, dass besonders Semmelstoppelpilze und Rotbraune [&#8230;]</p>
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<p>Auch Jahrzehnte nach der <a href="https://tschernobyl.org/"><strong>Reaktorkatastrophe von Tschernobyl</strong></a> im Jahr 1986 sind Pilze in einigen Regionen Deutschlands noch immer mit radioaktiven Stoffen belastet. Laut einer aktuellen Mitteilung des <strong>Bundesamtes für Strahlenschutz</strong> gibt es je nach <strong>Pilzart</strong> und <strong>Fundort</strong> deutliche Unterschiede in der Strahlenbelastung.</p>
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<h2>Besonders belastete Pilzarten</h2>
<p>Die Messungen des Bundesamtes zeigen, dass besonders <strong>Semmelstoppelpilze</strong> und <strong>Rotbraune Semmelstoppelpilze</strong> höhere Werte aufweisen. Auch der <strong>Maronenröhrling</strong> und der <strong>Gelbstielige Trompetenpfifferling</strong> gehören zu den Pilzen, die in einigen Regionen, vor allem im <strong>Bayerischen Wald</strong>, den gesetzlichen Grenzwert von <strong>600 Bequerel Cäsium-137 pro Kilogramm Frischmasse</strong> überschreiten können.</p>
<h2>Experten empfehlen maßvollen Verzehr</h2>
<p>Die Strahlenbelastung hängt stark von der Menge der verzehrten Pilze ab. Laut Experten gilt ein <strong>maßvoller Verzehr</strong> als unbedenklich. Obwohl einige Pilze noch über den Grenzwerten liegen können, ist das gesundheitliche Risiko bei gelegentlichem Verzehr relativ gering.</p>
<h2>Becquerel: Maßeinheit für Radioaktivität erklärt</h2>
<p>Die <strong>Radioaktivität</strong> in Pilzen wird in <strong>Bequerel (Bq)</strong> gemessen. Diese internationale Einheit gibt an, wie viele Atome eines radioaktiven Stoffes pro Sekunde zerfallen. Der <strong>französische Physiker Antoine Henri Becquerel</strong>, nach dem die Einheit benannt ist, erhielt 1903 zusammen mit Marie Curie den Nobelpreis für die Entdeckung der Radioaktivität.</p>
<h2>Gründe für die radioaktive Belastung der Pilze</h2>
<p><a href="https://doris.bfs.de/jspui/bitstream/urn:nbn:de:0221-2024090245647/3/Pilzbericht_2024-Aug-2024.pdf" target="_blank" rel="noopener">Laut dem Pilzbericht des <strong>Bundesamtes für Strahlenschutz</strong></a> stammen die hohen Radioaktivitätswerte in den Pilzen größtenteils von dem <strong>Reaktorunglück von Tschernobyl</strong>. Damals verteilten sich große Mengen radioaktiver Stoffe mit dem Wind über Europa. Auch <strong>Kernwaffentests</strong> im 20. Jahrhundert haben dazu beigetragen, dass bestimmte Pilzarten bis heute mit radioaktivem <strong>Cäsium-137</strong> belastet sind.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Waldbrand um Tschernobyl: Keine erhöhte Strahlenbelastung</title>
		<link>https://tschernobyl.org/waldbrand-um-tschernobyl-keine-erhoehte-strahlenbelastung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[webgo-admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Sep 2024 22:15:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In der radioaktiv belasteten Sperrzone um das Atomkraftwerk Tschernobyl ist ein Waldbrand ausgebrochen. Das Feuer hat sich über eine Fläche von etwa 20 Hektar ausgebreitet. Dies teilte der Gouverneur des Gebiets Kiew, Ruslan Krawtschenko, auf Facebook mit. Trotz der Brände bleiben die radioaktiven Strahlenwerte im Normalbereich. Die genaue Ursache des Feuers ist bisher unklar. Löschkräfte [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>In der radioaktiv belasteten Sperrzone um das <strong>Atomkraftwerk Tschernobyl</strong> ist ein Waldbrand ausgebrochen. Das Feuer hat sich über eine Fläche von etwa 20 Hektar ausgebreitet. Dies teilte der Gouverneur des Gebiets Kiew, <strong>Ruslan Krawtschenko</strong>, auf Facebook mit. Trotz der Brände bleiben die <strong>radioaktiven Strahlenwerte</strong> im Normalbereich. Die genaue Ursache des Feuers ist bisher unklar.</p>
<h2>Löschkräfte im Einsatz</h2>
<p>Mehr als 200 Einsatzkräfte, darunter <strong>50 Soldaten</strong>, sind derzeit mit den Löscharbeiten beschäftigt. Nach Angaben der <strong>Sperrzonenverwaltung</strong> konnten die Flammen weitgehend eingedämmt werden. Dennoch bleibt die Situation angespannt, da die Region aufgrund der hohen Sommertemperaturen und der anhaltenden <strong>Trockenheit</strong> eine erhöhte Brandgefahr aufweist. Die Behörden warnen auch vor einer stärkeren <strong>Rauchentwicklung</strong> aufgrund der Torfbrände in der Region Browary östlich von Kiew.</p>
<h2>Gesundheitsrisiken und Vorsichtsmaßnahmen</h2>
<p>Trotz der stabilen Strahlenwerte raten die Behörden den Menschen in der Region, Fenster geschlossen zu halten und den Aufenthalt im Freien auf ein Minimum zu reduzieren, um sich vor der <strong>Rauchbelastung</strong> zu schützen. Da sich das Feuer in einer <strong>radioaktiv verseuchten Sperrzone</strong> befindet, sind Vorsichtsmaßnahmen besonders wichtig, um gesundheitliche Gefahren durch mögliche Schadstoffe im Rauch zu vermeiden.</p>
<h2>Geschichte der Sperrzone um Tschernobyl</h2>
<p>Die <strong>Tschernobyl-Katastrophe</strong> von 1986 bleibt bis heute der schwerste nukleare Unfall der Geschichte. Nach der Explosion des <a href="https://tschernobyl.org/tschernobyl-reaktor/">Reaktors</a> wurde ein Gebiet im Umkreis von 30 Kilometern um das Kernkraftwerk zur <strong>Sperrzone</strong> erklärt. Aufgrund der extrem hohen <strong>radioaktiven Strahlung</strong> mussten Zehntausende Menschen umgesiedelt werden</p>
<h2>Sperrgebiet und die Rolle der russischen Truppen</h2>
<p>Im Zuge des <a href="https://www.zeit.de/politik/ausland/2022-02/russland-ukraine-invasion-krieg-chronik" target="_blank" rel="noopener"><strong>Ukraine-Krieges</strong></a> nutzten russische Truppen im Februar 2022 das menschenleere <strong>Sperrgebiet</strong> von Tschernobyl entlang der belarussischen Grenze als Einmarschroute in die Ukraine. Von hier aus rückten sie auf die nur etwa 80 Kilometer entfernte Hauptstadt Kiew vor. Das Sperrgebiet, das nach der <a href="https://tschernobyl.org/tschernobyl-katastrophe/">Reaktorkatastrophe</a> unbewohnbar wurde, bot den russischen Streitkräften eine strategische Route, da es nahezu menschenleer war und eine direkte Verbindung zur ukrainischen Hauptstadt darstellte.</p>
<p>Im April 2022 zogen sich die russischen Streitkräfte aus dem Gebiet zurück, und seitdem hält die Ukraine diese Grenzregion zu <strong>Belarus</strong>, einem engen Verbündeten Russlands, unter verstärkter militärischer Kontrolle. Die Nutzung der radioaktiv belasteten Sperrzone als militärisches Operationsgebiet sorgte weltweit für Bedenken über die Auswirkungen auf Soldaten und die Umwelt, insbesondere wegen der potenziellen Strahlenbelastung.</p>
<h2>Brandgefahr in der Region</h2>
<p>Die Region um Tschernobyl ist aufgrund der dort herrschenden klimatischen Bedingungen und der hohen Konzentration von Waldgebieten besonders anfällig für <strong>Waldbrände</strong>. Die Kombination aus hohen Temperaturen, langanhaltender Trockenheit und der Tatsache, dass die Vegetation in der Sperrzone sich seit Jahrzehnten unkontrolliert ausbreiten konnte, erhöht das Risiko von Bränden.</p>
<p>Solche Brände stellen nicht nur eine akute Gefahr durch Feuer und Rauch dar, sondern auch eine potenzielle Gefahr der erneuten <strong>Freisetzung von radioaktiven Partikeln</strong>, die in den Böden und Pflanzen der Sperrzone eingeschlossen sind. Die Asche, die bei Bränden in die Atmosphäre gelangt, kann diese Partikel transportieren und damit die Umwelt und die Gesundheit von Menschen in umliegenden Gebieten gefährden.</p>
<h2>Überwachung der Strahlenwerte</h2>
<p>Das <strong>Bundesamt für Strahlenschutz</strong> und andere internationale Organisationen überwachen kontinuierlich die <strong>Strahlenwerte</strong> in der Region um Tschernobyl. Die derzeitigen Messungen zeigen, dass die Strahlenbelastung trotz des Feuers im <strong>normalen Bereich</strong> liegt. Dies bedeutet, dass es derzeit keine erhöhte Gefahr durch freigesetzte Radioaktivität gibt. Die Behörden bleiben jedoch wachsam, da sich durch Brände und Wetterbedingungen die Strahlenbelastung in der Luft verändern kann.</p>
<h2>Fazit</h2>
<p>Der Waldbrand in der Sperrzone von <strong>Tschernobyl</strong> unterstreicht die anhaltende Gefahr, die von der Region ausgeht, auch mehr als 35 Jahre nach der <strong>Nuklearkatastrophe</strong>. Obwohl die Strahlenwerte im Normalbereich bleiben, sind Vorsichtsmaßnahmen angesichts der möglichen Auswirkungen von Rauch und Asche unerlässlich. Die Region bleibt nicht nur aufgrund der radioaktiven Belastung, sondern auch wegen der geopolitischen Spannungen und der militärischen Nutzung durch russische Truppen ein kritisches Gebiet. Die Überwachung durch internationale Institutionen und der Einsatz von Feuerwehr- und Rettungskräften bleiben entscheidend, um das Risiko für die Bevölkerung zu minimieren.</p>
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		<item>
		<title>Tschernobyl Wolke</title>
		<link>https://tschernobyl.org/tschernobyl-wolke/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[webgo-admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Jan 2020 14:28:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Tschernobyl Wolke &#8211; Wie hat sich der Unfall auf unsere Atmosphäre ausgewirkt? Kaum etwas klingt unheimlicher, als die todbringende Wolke, die überall auf der Welt Unheil bringen kann. Doch genau das ist zu einem gewissen Grad in Tschernobyl der Fall gewesen. Denn bei dem größten Unfall aller Zeiten, der je in Verbindung mit einem AKW [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://tschernobyl.org/tschernobyl-wolke/">Tschernobyl Wolke</a> erschien zuerst auf <a href="https://tschernobyl.org">Tschernobyl.org</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2 class="p1"><span class="s1">Tschernobyl Wolke &#8211; Wie hat sich der Unfall auf unsere Atmosphäre ausgewirkt?</span></h2>
<p class="p1"><span class="s1">Kaum etwas klingt unheimlicher, als die todbringende Wolke, die überall auf der Welt Unheil bringen kann. Doch genau das ist zu einem gewissen Grad in Tschernobyl der Fall gewesen. Denn bei dem größten Unfall aller Zeiten, der je in Verbindung mit einem AKW passierte, passierte weit mehr als nur die Explosion eines Reaktors. Es kam zu einer Verstrahlung der Wolken. Sie regneten an anderen Stellen radioaktiv verstrahlt herunter. Der Prozess nennt sich “Downfall”. Wie gefährlich das wirklich sein kann, war für viele Wissenschaftler alarmierend. Doch wie konnte es überhaupt so weit kommen?</span></p>
<h2 class="p1"><span class="s1">Ursache der Tschernobyl Wolke</span></h2>
<p class="p1"><span class="s1">Was ist die Ursache der Tschernobyl Wolke? Das ist natürlich der Tschernobyl-Unfall vom 26. April 1986. Konkret kam aufgrund des Graphitbrands im Reaktor 4 von Tschernobyl so viel radioaktive Strahlung in die Atmosphäre. Die radioaktiven Teilchen schleuderte es derartig hoch in die Atmosphäre, dass sie fortgetragen wurde.</span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Die lokale Bevölkerung hatte verhältnismäßig Glück. Denn der radioaktive Regen &#8211; die Tschernobyl Wolke &#8211; regnete anfangs nicht im nahen Pripjat, sondern eher in peripheren, wenig besiedelten Regionen herunter.</span></p>
<h2 class="p1"><span class="s1">Konsequenzen der Tschernobyl Wolke in Europa</span></h2>
<p class="p1"><span class="s1">Noch heute sind die Folgen des Unfalls in Tschernobyl in Mitteleuropa deutlich nachweisbar. Beispielsweise gab es am 26. April 1986 nach Messungen der Gesellschaft für Strahlenforschung circa 19.000 Becquerel pro Quadratmeter für das radioaktive Isotop 137. Es wird bei der Kernspaltung produziert, trat bei dem Reaktorunfall massiv aus. Gerade weil Cäsium eine Halbwertszeit von 30 Jahren hat, lassen sich die Folgen der Tschernobyl Wolke auch heute noch so leicht nachweisen &#8211; Eben auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Am Tag des Unfalls waren die Messwerte in Deutschland für C137 fünf Mal höher, als bei Kernwaffentests.</span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Der radioaktive Regen durch die Tschernobyl Wolke setzte sich nicht nur im regional ab. Aber natürlich fiel auch in der Ukraine, Weißrussland und in Russland selbst radioaktive Witterung, die man heute noch nachweisen kann. Ein großer Teil des verstrahlten Niederschlags sorgte aber auch in anderen Ländern für neue Höchststände bei der Strahlenmessung. Das waren Schweden, Norwegen und mitteleuropäische Länder wie Holland, Deutschland, Österreich und die Schweiz. Besonders Österreich war stark von der Tschernobyl Wolke betroffen. Noch heute werden in Bayern und Österreich Wildschweine und Pilze auf Radioaktivität durch den ‘Fallout’ getestet’ und bei Überschreitung der Grenzwerte aus dem Handel entfernt.</span></p>
<h3 class="p1"><span class="s1">Gesundheitliche Folgen des radioaktiven ‘Fallouts’</span></h3>
<p class="p1"><span class="s1">Es kam nach der <a href="https://tschernobyl.org/tschernobyl-katastrophe/">Katastrophe von Tschernobyl</a> in bestimmten Regionen der Ukraine und Sowjetunion zu einem Anstieg von Ausbrüchen verschiedener Krebsarten. Insbesondere Säuglinge waren betroffen. Die bei dem Reaktorunfall freigesetzten Elemente haben unterschiedliche Effekte. Die wichtigsten Elemente sollte man zumindest rudimentär kennen:</span></p>
<ul class="ul1">
<li class="li1"><span class="s1">Jod 131 wurde bei der Katastrophe massiv in die Umwelt gebracht. Durch Jodtabletten hätte man die Anreicherung in der Schilddrüse tausender Menschen in der Ukraine stoppen können.</span></li>
<li class="li1"><span class="s1">Strontium ist ein Metall, das als Isotop (</span><span class="s2">⁹⁰</span><span class="s1">Sr) verheerende Wirkungen verantworten muss. So kann es Leukämie und Knochenkrebs auslösen. Der Grund: Der menschliche Körper verwechselt Strontium und Kalzium und baut es in den Knochen ein. Folglich sind besonders Kinder, deren Knochenaufbau im Wachstum ist, gefährdet.</span></li>
<li class="li1"><span class="s1">Cäsium ist das wohl bekannteste Elementen unter den in Tschernobyl freigesetzten Stoffen. Cäsium 131 setzte sich nach der Katastrophe im Boden in weiten Teilen Europas ab. Das Isotop bestrahlt den ganzen Körper. Verantwortlich ist das Element häufig für Magen-, Leber- und Milzkrebs. Mit einer Halbwertszeit von 30 Jahren ist das Isotop auch noch in den nächsten Jahrzehnten auf europäischem Boden in und außerhalb des Sperrgebiets zu finden.</span></li>
</ul>
<h3><span id="Weiterfuehrende_Literatur_Quellen_und_interessante_Links" class="ez-toc-section"><span id="Weiterfuehrende_Literatur_Quellen_und_interessante_Links">Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links</span></span></h3>
<ul>
<li><a href="https://www.aerztezeitung.de/Panorama/Folgen-radioaktiver-Strahlung-Tipps-der-WHO-279266.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">https://www.aerztezeitung.de/Panorama/Folgen-radioaktiver-Strahlung-Tipps-der-WHO-279266.html</a></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Tschernobyl Reaktor</title>
		<link>https://tschernobyl.org/tschernobyl-reaktor/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[webgo-admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Dec 2019 19:18:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Aufbau und Funktionsweise des Tschernobyl Reaktor Den berühmten Reaktor 4 des Tschernobyl-AKW ist praktisch jedem bekannt, der schon einmal von den potenziell tödlichen Gefahren der Kernkraft gehört hat. Unmittelbar nach der Explosion des Reaktors starben schließlich dutzende Menschen. Insgesamt verursachte die Katastrophe den Tod von tausenden Menschen. Doch nur wenige Menschen wissen über die [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2 class="p1"><span class="s1">Der Aufbau und Funktionsweise des Tschernobyl Reaktor</span></h2>
<p class="p1"><span class="s1">Den berühmten Reaktor 4 des Tschernobyl-AKW ist praktisch jedem bekannt, der schon einmal von den potenziell tödlichen Gefahren der Kernkraft gehört hat. Unmittelbar nach der Explosion des Reaktors starben schließlich dutzende Menschen. Insgesamt verursachte die Katastrophe den Tod von tausenden Menschen. Doch nur wenige Menschen wissen über die technischen Eigenschaften des Reaktors Bescheid.</span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Gerade die technischen Eigenschaften des Reaktors sind doch so essentiell für den furchtbaren Verlauf des Sicherheitstests am 26. April 1986. Denn neben menschlichem Versagen waren es vor allem die Fehler und Anfälligkeiten des Reaktortyps, der zu dem Super-GAU führte.</span></p>
<h2 class="p1"><span class="s1">Grundsätzliche Funktionsweise des Tschernobyl Reaktor</span></h2>
<p class="p1"><span class="s1">Es handelte sich bei dem Atomkraftwerk in Tschernobyl um einen Reaktor des Typs RBMK. Das steht übersetzt für Hochleistungs-Reaktor mit Kanälen. Er ist ein Siedewasserreaktor. Die Reaktivität (ergo die thermische Leistung) wird mittels Graphit moderiert. Wasser dient bei RBMK-Reaktoren als Kühlung und zusätzlich für die Moderierung der Reaktivität.</span></p>
<div class="su-youtube su-u-responsive-media-yes"><iframe width="600" height="400" src="https://www.youtube.com/embed/17ryGl5Tucw?" frameborder="0" allowfullscreen allow="autoplay; encrypted-media; picture-in-picture" title=""></iframe></div>
<p class="p1"><span class="s1">RBMK-Reaktoren wurden in der Sowjetunion sehr geschätzt. Das liegt primär daran, dass es sich um einen vergleichsweise günstigen Typ von Reaktor handelt. Im Bau ist der Reaktor weniger aufwändig und komplex, als andere Reaktortypen, die große Einzelstücke beinhalten. Durch den Graphit als Moderator können Stoffe genutzt werden, die sonst nicht in Leichtwasser-AKWs verwendet werden können. Der Reaktor kann das ganze Jahr über verwendet werden, weil die Brennstäbe auch während des Betriebs entfernt werden können.</span></p>
<h2 class="p1"><span class="s1">Nachteile des RBMK-Reaktors</span></h2>
<p class="p1"><span class="s1">Ganz offensichtlich hat der Reaktortyp auch eine Reihe von Nachteile, die sich besonders bei der Katastrophe von Tschernobyl äußerten. Der Reaktortyp selbst hat einen positiven <i>Dampfblasenkoeffizient</i>. Das bedeutet, dass die Reaktivität (in diesem Fall thermische Leistung) bei der Bildung von Dampfblasen ansteigen kann.</span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Nicht zuletzt durch menschliches Versagen ist genau das in <a href="https://tschernobyl.org/">Tschernobyl</a> am 26. April 1986 passiert. Dass die Katastrophe nicht im letzten Moment gestoppt werden hat können, lag auch an der Bauweise des RBMK-Reaktors. So sind die Kontrollstäbe an der Spitze mit Graphit bedeckt. Als bei der Notabschaltung alle Brennstäbe eingefahren sind, hätte das eigentlich die Reaktivität des Reaktors stoppen sollen. Weil der Prozess bis zum völligen Einfahren aber einige Sekunden dauert, kam es durch die Kombination aus fehlendem Kühlwasser (Notkühlungssystem war zu dem Zeitpunkt ausgeschaltet), den Graphitspitzen und der bereits hohen Reaktivitätsbereitschaft durch den Xenon-Anteil im Reaktor zur Leistungsexkursion. Den Druck einer Verhundertfachung der Leistung hielt der “Kessel” nicht stand und explodierte.</span></p>
<p class="p1"><strong><span class="s1">Das zeigt die wohl offensichtlichsten Nachteile des Typs RBMK: </span></strong></p>
<ul class="ul1">
<li class="li1"><span class="s1">Kein eindeutig funktionierendes, schnelles Notabschaltung-System</span></li>
<li class="li1"><span class="s1">Gefahr der Leistungsexkursion durch Graphit- und Wassermoderierung</span></li>
<li class="li1"><span class="s1">Hohes Maß an Selbständigkeit und Eigenverantwortung vom Personal gefordert</span></li>
<li class="li1"><span class="s1">Durch die elektrische Steuerung der Brennstäbe ist der Reaktor besonders bei einem Stromausfall gefährdet. Das wurde am 26. April 1986 in einem Sicherheitstest simuliert und führte zur Katastrophe.</span></li>
</ul>
<h3 class="p1"><span class="s1">Tschernobyl Reaktor und RBMK-Typ heute</span></h3>
<p class="p1"><span class="s1">Die Reaktoren in Tschernobyl wurden stillgelegt. Sie liefen vergleichsweise lange, weil die Ukraine auf den Strom durch die noch intakten Reaktoren angewiesen war. Heute sind die Reaktoren eine Touristenattraktion für zahlreiche abenteuerlustigen Menschen aus aller Welt. Jedes Jahr besuchen mehr als 50.000 Leute das Sperrgebiet rund um Tschernobyl.</span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Sicherlich war der Tschernobyl Reaktor nicht nur für den Westen lehrreich. Die Sowjetführung versuchte nach dem Unfall, potenzielle Risiken möglichst zu minimieren. So wurde die Anzahl der Brennstäbe erhöht. Zusätzlich wurden in die RBMK-Reaktoren jeweils 80 Absorberstäbe installiert, die eine Leistungsexkursion wie am 26. April in der Zukunft unmöglich machen sollen. Heute existieren von den ursprünglich 15 RBMK-Atomreaktoren noch 10 in den Staaten der ehemaligen Sowjetunion. Der AKW-Typ des Tschernobyl Reaktor existiert also auch heute noch. Bis 2050 sollen die RBMK-Atomkraftwerke weiterhin genutzt werden.</span></p>
<h3><span id="Weiterfuehrende_Literatur_Quellen_und_interessante_Links">Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links</span></h3>
<ul>
<li><a href="https://www.weltderphysik.de/gebiet/technik/energie/kernenergie/aufbau/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">https://www.weltderphysik.de/gebiet/technik/energie/kernenergie/aufbau/</a></li>
</ul>
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		<item>
		<title>Tschernobyl Kinder</title>
		<link>https://tschernobyl.org/tschernobyl-kinder/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[webgo-admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Dec 2019 15:50:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Tschernobyl Kinder: Was geschah mit den Heranwachsenden nach der Katastrophe? Oft sind in humanitären Krisen besonders Kinder die primär Leidtragenden. Das trifft auch zu einem gewissen Grad auf die Katastrophe von Tschernobyl zu. Denn in dem nur vier Kilometer vom Reaktor entfernten Ort Prypjat lebten zum Zeitpunkt des Unglücks auch tausende Kinder. Nicht nur [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2 class="p1"><span class="s1">Die Tschernobyl Kinder: Was geschah mit den Heranwachsenden nach der Katastrophe?</span></h2>
<p class="p1"><span class="s1">Oft sind in humanitären Krisen besonders Kinder die primär Leidtragenden. Das trifft auch zu einem gewissen Grad auf die <a href="https://tschernobyl.org/tschernobyl-katastrophe/">Katastrophe von Tschernobyl</a> zu. Denn in dem nur vier Kilometer vom Reaktor entfernten Ort Prypjat lebten zum Zeitpunkt des Unglücks auch tausende Kinder. Nicht nur Menschen in der unmittelbaren Umgebung von Tschernobyl waren jedoch betroffen. Tatsächlich hatte die Strahlung des Reaktors Opfer in ganz Mitteleuropa zufolge. Säuglinge, Kinder und Jugendliche traf es hier ganz besonders schlimm.</span></p>
<h2 class="p1"><span class="s1">Kinder in Tschernobyl und Pripjat</span></h2>
<p class="p1"><span class="s1">Die Sowjetunion hatte es sich immer zum Ziel gemacht, kinderreich zu sein. Das war auch am 26. April 1986 in der Ukraine der Fall. In Pripjat waren zum Zeitpunkt der Katastrophe von Tschernobyl ungefähr 50.000 Menschen wohnhaft. Davon waren ungefähr 10.000 Kinder bzw. Minderjährige. In den 36 Stunden von der Reaktorexplosion bis zur Evakuierung der Bevölkerung waren sehr viele Kinder draußen der Strahlung ausgesetzt.</span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Denn es war Samstag Nacht, als es während des berüchtigten Sicherheitstests zur Leistungsexkursion und Explosion des Reaktors 4 kam. Weil niemand die Zivilbevölkerung informierte, verbrachten die Menschen den Tag darauf ganz normal. Es war sonnig, das Wetter war schön. Bei Sonnenschein verbrachten viele Kinder und Jugendliche den Tag draußen beim Spielen. Familien fuhren bei dem schönen Wetter baden. Als am Sonntag um 14:00 Evakuierungen am Plan standen, waren die Menschen in Pripjat schon 36 Stunden lang der Strahlung ausgesetzt.</span></p>
<h2 class="p1"><span class="s1">Folgekrankheiten trafen besonders “Tschernobyl Kinder”</span></h2>
<p class="p1"><span class="s1">Während unmittelbar nach der Katastrophe fast nur Erwachsene starben, sah es bei den langfristigen Folgen von Tschernobyl ganz anders aus. Sie sind auch 33 Jahre nach dem Unglück noch nicht vorüber. Doch die gesundheitlichen Spätfolgen sind bis heute Gegenstand wissenschaftlicher Diskussionen. Es gibt nur wenig Konsens über Schätzungen von Opferzahlen.</span></p>
<div class="su-youtube su-u-responsive-media-yes"><iframe width="600" height="400" src="https://www.youtube.com/embed/BcZeNb0aMUI?" frameborder="0" allowfullscreen allow="autoplay; encrypted-media; picture-in-picture" title=""></iframe></div>
<p class="p1"><span class="s1">Relativ einig ist man sich über den Anstieg von Krebsraten unmittelbar nach der Katastrophe. So wurde eine starke Erhöhung des Risikos für alle Arten von Leukämie für Kinder ermittelt. Die Studie dauerte 10 Jahre. So soll das Risiko für ukrainische Kinder des Jahrgangs für Leukämie um das 3,4-fache ansteigen. Sogar im fernen Griechenland soll die Krebsraten bei Kindern ansteigen. &#8220;In Griechenland erkrankten Kinder, die zum Zeitpunkt der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl im Leib ihrer Mutter heranwuchsen, 2,6 mal so häufig an Leukämie wie Kinder, die vor oder längere Zeit nach der Katastrophe geboren wurden.&#8221;, stellte der Report fest.</span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Die Katastrophe von Tschernobyl wird auch massiv mit Fehlgeburten in Verbindung gebracht. Hier gibt es jedoch wenige statistische Aufzeichnungen, die das nachweisen könnten.</span></p>
<h3 class="p1"><span class="s1">Psychischen Folgen für Tschernobyl Kinder</span></h3>
<p class="p1"><span class="s1">Die Welt wurde nach Tschernobyl zunehmend misstrauisch. Dass trifft auf Westeuropa ebenso zu, wie auf die am stärksten betroffenen Länder Ukraine, Russland und Weißrussland. Die psychischen Folgen für die Kinder sind ebenfalls ein wichtiger Faktor. Denn nicht zuletzt wurden hunderttausende Menschen evakuiert, fünfzigtausend unter ihnen praktisch ohne Vorwarnung.</span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Abgesehen von der Entwurzelung der Tschernobyl Kinder war der Ursprungsort für viele Heranwachsende bereits ein Problem. So wurde der Ort mit Radioaktivität und Krankheit verbunden. Das sorgte für Ausgrenzung und Isolation. Umgekehrt wurden viele Kinder etwa in westlichen Ländern in den Monaten nach der Reaktorkatastrophe nicht mehr nach draußen zum Spielen gelassen. Kinder, die um die Zeit von Tschernobyl mit Missbildungen oder Krankheiten geboren worden sind, traf es doppelt hart. Sie hatten nicht nur mit der eigentlichen Krankheit zu kämpfen, sondern auch mit dem gesellschaftlichen Stigma, dass sich rund um die “Tschernobyl Kinder” bildete.</span></p>
<h3><span id="Weiterfuehrende_Literatur_Quellen_und_interessante_Links" class="ez-toc-section"><span id="Weiterfuehrende_Literatur_Quellen_und_interessante_Links">Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links</span></span></h3>
<ul>
<li><a href="https://www.sos-kinderdoerfer.de/informieren/aktuelles/news/30-jahre-nach-tschernobyl" target="_blank" rel="noopener noreferrer">https://www.sos-kinderdoerfer.de/informieren/aktuelles/news/30-jahre-nach-tschernobyl</a></li>
</ul>
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		<item>
		<title>Tschernobyl Ursache</title>
		<link>https://tschernobyl.org/tschernobyl-ursache/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[webgo-admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Dec 2019 13:40:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Tschernobyl Ursache &#8211; Wie es zur Nuklearkatastrophe kam Die Tschernobyl Katastrophe ist noch heute eines der Hauptargumente von Atomkraftgegnern. Häufig wird der Nuklearunfall hier als Mahnung dargestellt, dass AKWs eben zu gefährlich und umweltschädlich sind, um damit Strom zu erzeugen. Häufig vergisst man dabei die Realsituation am 26. April 1986 im Reaktor 4. Denn [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2 class="p1"><span class="s1">Die Tschernobyl Ursache &#8211; Wie es zur Nuklearkatastrophe kam</span></h2>
<p class="p1"><span class="s1">Die Tschernobyl Katastrophe ist noch heute eines der Hauptargumente von Atomkraftgegnern. Häufig wird der Nuklearunfall hier als Mahnung dargestellt, dass AKWs eben zu gefährlich und umweltschädlich sind, um damit Strom zu erzeugen. Häufig vergisst man dabei die Realsituation am 26. April 1986 im Reaktor 4. Denn trotz des Themas Nuklearenergie sollte man die Frage stellen: Welche menschlichen Fehler sind passiert, die den Unfall überhaupt erst möglich machten? Gab es technische Mängel, die zur Katastrophe führten? Waren es Mensch und Maschine, oder nur eines der beiden Faktoren?</span></p>
<h2 class="p1"><span class="s1">Offizielle Erläuterung der Sowjetunion</span></h2>
<p class="p1"><span class="s1">Menschliches Versagen und die Unachtsamkeit des Personals haben den Fehler erst möglich gemacht. So lautete zumindest die Aussage der sowjetischen Regierung in den Jahren nach der Katastrophe. Die Gründe für die Beschuldigung waren offensichtlich. So es ist doch leichter, einigen wenigen Mitarbeitern die Schuld zu geben. Dass die Fehler aber auch bei der Konstruktion des Reaktors lagen, ist weit schmerzlicher. Dazu kommt, dass ein Teil der beschuldigten Mitarbeiter schon wenige Wochen nach der Katastrophe starben. Die Hauptschuld sah man bei dem stellvertretenden Leiter des AKWs Tschernobyls, Anatoli Stepanowitsch Djatlow. Er wurde 1987 zu zehn Jahren Haft aufgrund dem “kriminellen Leiten eines potenziell explosionsgefährlichen Versuchs” verurteilt. Nach fünf Jahren Haft wurde er vorzeitig entlassen.</span></p>
<h2 class="p1"><span class="s1">Kombination aus technischen und menschlichen Fehlern als Ursache Tschernobyl</span></h2>
<p class="p1"><span class="s1">Ohne die Kombination aus menschlichen und technischen Fehlern wäre die Katastrophe zweifellos nicht so möglich gewesen. Das zeigt sich schon, bevor der Test überhaupt begonnen hat. So soll derselbe Versuch, der schon 1985 bei Reaktor 3 nicht funktioniert hat, noch einmal bei Rektor 4 durchgeführt werden. Der einzige Unterschied: Ein verbesserter Spannungsregler.</span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Die Fehler des Personals und der Führung waren jedoch ebenfalls eklatant. Schon bei der Reduktion der Leistung wurden aufgrund Strombedarfs in Kiew nicht nach Plan gearbeitet.</span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Die Hauptursachen waren demnach Konstruktionsfehler: Besonders im niedrigen Leistungsbereich ist der Atomreaktor sehr instabil. Ein RBMK-1000-Reaktor funktioniert primär auf der Basis von Graphit. Graphit dient also in dem Fall dazu, die sehr energiereichen Neutronen abzubremsen. In Kombination mit Wasserkühlung kann das zu einer Leistungsexkursion (d.h. exponentiell ansteigender Leistung im Reaktor) führen. Weil der Kernbrennstoff im Reaktor vorher schon weitgehend verbrannt war, erhöhte das das Risiko noch einmal und ist somit als zusätzliche <a href="https://tschernobyl.org/">Tschernobyl</a> Ursache für den Unfall zu zählen.</span></p>
<h2 class="p1"><span class="s1">Achillesfersen Wasserkühlung und Graphitstäbe</span></h2>
<p>Dazu kam eine ganz offensichtliche Fehlkonstruktion der Reaktorstäbe. Durch das Einfahren sollte eigentlich laut Plan eine Reduktion der Leistung realisiert werden. Tatsächlich ist das aber erst der Fall, wenn die Stäbe ganz eingefahren sind, was einige Sekunden dauert. Die Spitzen der meisten Reaktorstäbe war aber mit Graphit bedeckt. Bei der Einfuhr führte das dazu, dass der Reaktor praktisch kochte. Als Ingenieur Akimov die Notabschaltung manuell betätigte, fuhren zusätzlich noch vier Reaktorstäbe ein. Die Folge war eine Leistungsexkursion innerhalb weniger Hundertstelsekunden und die anschließende Explosion des Reaktors.</p>
<h3 class="p1"><span class="s1">Menschliches Versagen und Fehlentscheidungen in der Sowjet-Hierarchie</span></h3>
<p class="p1"><span class="s1">Doch auch menschliche Fehler trugen essentiell dazu bei, dass es überhaupt soweit kommen konnte. Das war etwa die Entscheidung, die Leistungsreduktion des Reaktors nicht nach Plan durchzuführen. Das lag lediglich daran, dass mehr Strom für Kiew zum Zeitpunkt des Tests gebraucht wurde. Ohne Zweifel führte das zu einer Anreicherung von Xenon, die ebenfalls zur Katastrophe führte. Die Anweisung, die verheerende Notfallabschaltung zu betätigen, wurde von Schichtleiter Akimov betätigt. Ihm wurde das von Vize-Leiter Djatlow unter Androhung der Kündigung befohlen. Trivial: Weil das Team vergass, die Notfallkühlung wieder anzuschalten, kam es ebenfalls zu einer enormen Anreicherung von Xenon, was einer Leistungsexkursion den Weg bahnte.</span></p>
<h3><span id="Weiterfuehrende_Literatur_Quellen_und_interessante_Links" class="ez-toc-section"><span id="Weiterfuehrende_Literatur_Quellen_und_interessante_Links">Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links</span></span></h3>
<ul>
<li><a href="https://de.rbth.com/politik/2017/04/26/tschernobyl-katastrophe-warum-die-sowjetunion-so-lange-schwieg_751076" target="_blank" rel="noopener noreferrer">https://de.rbth.com/politik/2017/04/26/tschernobyl-katastrophe-warum-die-sowjetunion-so-lange-schwieg_751076</a></li>
</ul>
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<p>Der Beitrag <a href="https://tschernobyl.org/tschernobyl-ursache/">Tschernobyl Ursache</a> erschien zuerst auf <a href="https://tschernobyl.org">Tschernobyl.org</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Tschernobyl Folgen</title>
		<link>https://tschernobyl.org/tschernobyl-folgen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[webgo-admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Dec 2019 13:39:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://tschernobyl.org/?p=122</guid>

					<description><![CDATA[<p>Tschernobyl Folgen &#8211; Was die Katastrophe weltweit auslöste Ohne Frage ist der Unfall im Reaktor 4 von Tschernobyl der schlimmste nukleare Unfall, der je stattgefunden hat. Trotz der Desinformationskampagne der damaligen UDSSR hatte die Katastrophe weltweit Konsequenzen. Unmittelbar waren die Konsequenzen Tote, Erkrankte und Menschen, die in die Krankenhäuser von Prypjat, Kiew und Moskau eingeliefert [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2 class="p1"><span class="s1">Tschernobyl Folgen &#8211; Was die Katastrophe weltweit auslöste</span></h2>
<p class="p1"><span class="s1">Ohne Frage ist der Unfall im Reaktor 4 von Tschernobyl der schlimmste nukleare Unfall, der je stattgefunden hat. Trotz der Desinformationskampagne der damaligen UDSSR hatte die Katastrophe weltweit Konsequenzen. Unmittelbar waren die Konsequenzen Tote, Erkrankte und Menschen, die in die Krankenhäuser von Prypjat, Kiew und Moskau eingeliefert werden mussten. Doch die Tschernobyl Folgen sind weit vielfältiger, als man heute denken könnte. Die wichtigsten Tschernobyl Folgen sollte man auch 30 Jahre nach dem Unfall noch kennen.</span></p>
<h2 class="p1"><span class="s1">Evakuierungen als unmittelbare Tschernobyl Folge</span></h2>
<p class="p1"><span class="s1">Nicht sofort, sondern erst rund 37 Stunden nach dem Unfall kam es zu Evakuierungen. Das war sehr spät, waren die Einwohner von Prypjat so der Strahlung 1,5 Tage lang praktisch ungeschützt ausgeliefert. Nach 37 Stunden wurde Pripjat evakuiert, das waren rund 44.000 Einwohner. Erst Tage später weitete man die Evakuierungen auf alle Dörfer in einem 30 Kilometer Radius aus. Doch auch Jahre später wurden noch Menschen evakuiert. Insgesamt gab es so rund 350.000 Menschen, die die eigenen Heimat als Tschernobyl Folge verlassen mussten.</span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Heute wird das Sperrgebiet rund um den Reaktor und <a href="https://tschernobyl.org/prypjat/">Prypjat</a> von der ukrainischen Polizei kontrolliert. Trotzdem leben noch rund 200 Menschen in dem radioaktiv verstrahlten Gebiet. Das ist zwar illegal, wird jedoch von der Regierung geduldet. Primär sind die Einwohner von der Sperrzone alte Menschen und einige Familien, die der prekären Situation in den Nachbarstädten entfliehen wollten. Auf hunderte verstorbenen Einwohner in der Sperrzone gibt es aber bis heute nur eine bekannte Geburt im Radius von 30 Kilometer rund um den Reaktor 4.</span></p>
<h2 class="p1"><span class="s1">Ökopolitik weltweit als Teil der Tschernobyl Folgen</span></h2>
<p class="p1"><span class="s1">Für viele Menschen weltweit bedeutet die nukleare Katastrophe aber auch einen Wandel in der Politik. Zum Beispiel in Deutschland schossen ‘Die Grünen/Bündnis 90’ unmittelbar nach der Katastrophe auf über 20% Wählerpotenzial in den Umfragen hinauf. Nicht zuletzt in Österreich, Skandinavien und anderen Ländern kam es zu einer Veränderung des Blickwinkels im Bezug zur Atomkraft. Während man in der Nachkriegszeit auf die Atomkraft setzte und in ihr eine Wohlstand bringende Technologie sah, betrachtete man AKWs nun immer mehr als Bedrohung. Profitieren konnten davon vor allem linke und ökologische Parteien.</span></p>
<h3 class="p1"><span class="s1">Gesundheitsfolgen von Tschernobyl &#8211; Krebs, Krankheit, Tod</span></h3>
<p class="p1"><span class="s1">Wie viele Menschen tatsächlich an den Folgen der Tschernobyl-Katastrophe gestorben sind, ist heute unklar. Kaum eine Zahl kann mit absoluter Sicherheit als wahrheitsgemäß betrachtet werden. Konservative Schätzungen von 4.000 Toten aus. Neuere Studien, etwa von der WHO, gehen aber von circa 50.000 Toten gesamt aus. Mit eingerechnet sind hier Menschen in bedeutenden Teilen Europas, die in den Jahren nach Tschernobyl unüblich überdurchschnittlich häufig an verschiedenen Krankheiten gestorben sind. Hier zählen zum Beispiel Schilddrüsenkrebs und andere Tumore dazu.</span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Wie so oft liegt die Wahrheit aber wahrscheinlich irgendwo zwischen den beiden Extremen. So sind besonders Krebsraten häufig stark schwankend. Gleichzeitig lässt sich schwer einordnen, wann eine Person tatsächlich an den (Spät-) Folgen von Tschernobyl erkrankt ist, oder nicht. Häufig trat ein verfrühter Tod bei den Helfern ein, die zum Beispiel im Alter von 60 Jahren verstarben. Verstrahlung ist hier oft ein Mitgrund &#8211; Vielleicht aber auch nicht der einzige. Unumstritten sind aber die verstorbenen Menschen unmittelbar nach der Katastrophe. Rund 50 Menschen starben wenige Wochen nach dem Unfall an akuter Strahlenvergiftung.</span></p>
<h3><span id="Weiterfuehrende_Literatur_Quellen_und_interessante_Links" class="ez-toc-section"><span id="Weiterfuehrende_Literatur_Quellen_und_interessante_Links">Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links</span></span></h3>
<ul>
<li><a href="https://www.lernhelfer.de/schuelerlexikon/physik/artikel/biologische-wirkungen-radioaktiver-strahlung" target="_blank" rel="noopener noreferrer">https://www.lernhelfer.de/schuelerlexikon/physik/artikel/biologische-wirkungen-radioaktiver-strahlung</a></li>
</ul>
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		<title>Tschernobyl Katastrophe</title>
		<link>https://tschernobyl.org/tschernobyl-katastrophe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[webgo-admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Dec 2019 12:19:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Tschernobyl Katastrophe &#8211; Die größte Folgen des Kernkraftunfalls Tote, Verwundete und schockierende Fotos kurz nach dem Tschernobyl-Vorfall sind heute noch vielen Menschen in Erinnerung. Was 1986 in der Ukraine geschah, löste Schockwellen aus und veränderte unsere Gesellschaft. Das trifft im Besonderen auf liberale Gesellschaften wie Deutschland, Skandinavien und Österreich zu. Die Atomkraft wurde als Risiko [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2 class="p1"><span class="s1">Tschernobyl Katastrophe &#8211; Die größte Folgen des Kernkraftunfalls</span></h2>
<p class="p1"><span class="s1">Tote, Verwundete und schockierende Fotos kurz nach dem Tschernobyl-Vorfall sind heute noch vielen Menschen in Erinnerung. Was 1986 in der Ukraine geschah, löste Schockwellen aus und veränderte unsere Gesellschaft. Das trifft im Besonderen auf liberale Gesellschaften wie Deutschland, Skandinavien und Österreich zu. Die Atomkraft wurde als Risiko betrachtet und nicht mehr zukunftsträchtige Technologie. Mehr als 30 Jahre später könnten die Effekte vielfältiger kaum sein. Wie hat die Tschernobyl Katastrophe den Westen und die Welt geprägt?</span></p>
<h2 class="p1"><span class="s1">Veränderte Sichtweise durch die Tschernobyl Katastrophe</span></h2>
<p class="p1"><span class="s1">Es waren nicht wenige Menschen, die sich vor dem Unfall ganz ausdrücklich für die Atomkraft einsetzten. Mehr Arbeitsplätze, sichere Versorgung der Region mit Autarkie und größere Unabhängigkeit von den Gezeiten und vom Ausland waren Pluspunkte, die gerne genannt wurden. Besonders in Österreich war die Skepsis und Euphorie gleichermaßen verteilt. Nur knapp wurde das AKW Zwentendorf in Niederösterreich nach einer Volksabstimmung nicht verwendet. Das Resultat sorgte weltweit für Schlagzeilen und wurde zu einem der größten Fehler des damaligen Bundeskanzlers Kreisky.</span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Nach dem Unfall kippte die Stimmung endgültig Richtung Anti-Atomkraft. Besonders liberale Parteien wie ‘Die Grünen/Bündnis 90’ und Andere, die Umweltschutz propagierten, profitierten von der Katastrophe. In Österreich wurde der Verzicht von Atomkraft als Energieträger in die Verfassung eingetragen. In Deutschland nutzt man zwar nach wie vor nukleare Energie. Aber auch hier soll der Ausstieg gelingen. Gemahnt wird auch mit der Katastrophe von Tschernobyl und Fukushima.</span></p>
<h2 class="p1"><span class="s1">Misstrauen und Fehlinformationen nach der Tschernobyl Katastrophe</span></h2>
<p class="p1"><span class="s1">Eine Katastrophe wie Tschernobyl verlangt schnelle Evakuierung der örtlich ansässigen Menschen. Genau das ist jedoch am 26. April 1986 in der UDSSR nicht passiert. Über Wochen und Monate wurden gezielt Fehlinformationen verbreitet, die auch zu zahllosen unnötigen Toten und Erkrankungen führte. Nicht nur im direkten Umkreis von Tschernobyl, sondern in weiten Teilen der UDSSR kam es zu vermehrtem Ausbruch von Krebs und Leukämie. Sie hätten zum Teil durch den Konsum von Jodtabletten verhindert werden können.</span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Die Vorfälle zeigten die Schwächen des kommunistischen Systems auf. Menschen misstrauten den Autoritäten noch mehr als zuvor. Nicht zuletzt in der DDR. Weil die westlichen Händler Waren von der Ukraine nicht verkauften, gab es plötzlich in Ostdeutschland Gemüse und Obst in üppigen Mengen. Weil viele Menschen westliche Sender hörten, wussten sie von den Problemen Bescheid und ahnten von dem Zusammenhang. Trotz radioaktiv verseuchten Regens gab Parteisekretär Honecker damals nur an, dass die Salatköpfe vor Verzehr gewaschen werden sollten.</span></p>
<h3 class="p1"><span class="s1">Trotz hunderter Tote: Die Weiternutzung des Kernkraftwerks</span></h3>
<p class="p1"><span class="s1">Trotz der teilweise infernalen Folgen für viele Menschen, die direkt nach der Tschernobyl Katastrophe vor Ort halfen, wurde das AKW Tschernobyl noch lange weitergeführt. Der Grund war, dass der Reaktor für die Ukraine von hoher Wichtigkeit war. Kurioserweise war das AKW zudem noch ein populärer Arbeitgeber: Arbeiter genossen beste Bezahlung bei 2 Wochen regulärer Arbeit im Monat.</span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Schuld hatte die offizielle Geschichtsschreibung der UDSSR natürlich nicht dem Energieträger Atomkraft oder den Konstrukteuren gegeben. Es waren vielmehr das Personal zum Zeitpunkt des Unfalls, dass die Alleinschuld trägt. Die Wahrheit ist nach heutigem Wissensstand: Nicht nur das Personal und die verantwortlichen Kader im sowjetischen System zum Zeitpunkt des verheerenden Tests hatten eine Schuld. Die Konstrukteure des RBMK-Reaktors machten Fehler, die sich erst bei dem künstlich herbeigeführten Szenarios im Tests bemerkbar machten. Als diesen Umstand zwei Jahre nach der Katastrophe von Sowjet-Parteifunktionär Legaslov als letztes Vermächtnis bekannt war, waren bereits hunderte Menschen an den Folgen des Nuklearunfalls gestorben.</span></p>
<h3><span id="Weiterfuehrende_Literatur_Quellen_und_interessante_Links">Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links</span></h3>
<ul>
<li><a href="https://tschernobyl.org/">Tschernobyl – Eine nukleare Katastrophe mit internationalen Folgen</a></li>
<li><a href="https://www.bmu.de/themen/atomenergie-strahlenschutz/nukleare-sicherheit/tschernobyl-und-die-folgen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">https://www.bmu.de/themen/atomenergie-strahlenschutz/nukleare-sicherheit/tschernobyl-und-die-folgen/</a></li>
</ul>
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		<title>Super-GAU Tschernobyl</title>
		<link>https://tschernobyl.org/super-gau-tschernobyl/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[webgo-admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Dec 2019 12:19:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Super-GAU Tschernobyl: War die Katastrophe von Tschernobyl wirklich der schlimmstmögliche Unfall? Ohne Zweifel war der Tschernobyl-Vorfall der bisher schwerste Unfall in der Geschichte der Atomkraft. Doch gleichzeitig kann man sich fragen: War die Explosion des Reaktors wirklich das Schlimmste, was hätte passieren können? Handelt es sich demnach um einen Super GAU Tschernobyl, oder war der [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2 class="p1"><span class="s1">Super-GAU Tschernobyl: War die Katastrophe von Tschernobyl wirklich der schlimmstmögliche Unfall?</span></h2>
<p class="p1"><span class="s1">Ohne Zweifel war der Tschernobyl-Vorfall der bisher schwerste Unfall in der Geschichte der Atomkraft. Doch gleichzeitig kann man sich fragen: War die Explosion des Reaktors wirklich das Schlimmste, was hätte passieren können? Handelt es sich demnach um einen Super GAU Tschernobyl, oder war der nukleare Unfall vielmehr weit weniger als das? Rückblickend hat man durch zahlreiche Studien und Forschungen einen guten Einblick in das, was in Tschernobyl tatsächlich passiert ist. Doch was wäre noch möglich gewesen?</span></p>
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<h2 class="p1"><span class="s1">Super GAU Tschernobyl nach internationaler Bewertungsskala für nukleare Ereignisse</span></h2>
<p class="p1"><span class="s1">Nach der Bewertungsskala für nukleare Ereignisse handelt es sich bei dem Unfall in Tschernobyl ohne Zweifel um einen GAU &#8211; Den größten anzunehmenden Unfall. Zwar ist der Begriff nicht immer ganz klar definiert. Aber bei der <a href="https://tschernobyl.org/tschernobyl-katastrophe/">Katastrophe von Tschernobyl</a> sind folgende Faktoren klar erfüllt:</span></p>
<ul class="ul1">
<li class="li1"><span class="s1">Radiologische Freisetzung gleichbedeutend mit +50.000 TBq Iod-131</span></li>
<li class="li1"><span class="s1">Große Auswirkungen für die Umwelt und Menschen</span></li>
<li class="li1"><span class="s1">Gegenmaßnahmen sind zwingend notwendig</span></li>
</ul>
<p class="p1"><span class="s1">Andere Herangehensweisen weisen ebenfalls darauf hin, dass es sich bei dem Tschernobyl-Unfall eindeutig um einen Super-GAU handelt. Denn bei einem GAU &#8211; dem größtmöglichen Unfall &#8211; geht zwar die Hauptmittel Kühlung kaputt. Gleichzeitig ist die Notkühlung noch einigermaßen intakt. Weil genau das in Tschernobyl nicht der Fall war, kann man hier auf jeden Fall von einem Super-GAU Tschernobyl sprechen. Neben der Katastrophe von Tschernobyl kann man nur auch bei dem nuklearen Unfall in Fukushima von einem Super-GAU sprechen.</span></p>
<h2 class="p1"><span class="s1">Mehr als 50 Tote als unmittelbare Konsequenz von Tschernobyl</span></h2>
<p class="p1"><span class="s1">Doch selbst mit der Katastrophe von Fukushima ist der Unfall in Tschernobyl eigentlich kaum vergleichbar. Das liegt an mehreren Gründen. Primär aber an der Anzahl an Menschen, die durch den Unfall umgekommen sind. Knapp 50 Menschen sind durch den Super-GAU in Tschernobyl an akuter Strahlenvergiftung gestorben. Das waren Personengruppen. Einerseits das Personal, dass durch verschiedenen Aufgaben und Rettungsaktionen im inneren des Reaktors letalen Dosis an Strahlung ausgesetzt war.</span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Doch auch die Feuerwehrmänner mussten nach Einsatz ins Krankenhaus und starben häufig an den extremen Belastungen durch die Radioaktivität. Sie waren praktisch ungeschützt vor der Strahlung. Ein Teil der Mannschaft wagte sich auf das Dach des Reaktors. Oftmals reichte ein Aufenthalt von acht Minuten bereits, um die letale Dosis an Radioaktivität aufgenommen zu haben. Viele Feuerwehrmänner verließen das Krankenhaus leben nicht mehr.</span></p>
<h3 class="p1"><span class="s1">Weltweite Dekontaminationen</span></h3>
<p class="p1"><span class="s1">Dass die Katastrophe sogar international zur Folge hatte, die Wirtschaftslage der Ukraine zu verändern, ist ebenfalls bemerkenswert. So konnten landwirtschaftliche Produkte in den Wochen nach der Katastrophe nicht mehr an den Westen verkauft werden. Autos mussten vor der Weiterfahrt in den Westen Deutschlands oft dekontaminiert.</span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Das AKW Tschernobyl war für die damals sowjetische Ukraine aber enorm relevant. Ungefähr 4-10% des ukrainischen Stroms produzierte sie. Deshalb wurden die anderen Reaktoren auch nach dem Unfall nicht eingestellt. Zwar baute man einen Sarkophag um den Reaktor 4. Dennoch lief das AKW ungefähr bis zum Jahr 2000 weiter. Ursprünglich waren sogar die Fertigstellung anderer Reaktoren des AKWs geplant. Die zu 80% fertigen Reaktoren konnten jedoch aufgrund der starken Strahlenbelastung nicht fertiggestellt werden. Heute liegen die Reaktoren still, die Sperrzone Tschernobyl wird von der ukrainischen Polizei bewacht.</span></p>
<h3><span id="Weiterfuehrende_Literatur_Quellen_und_interessante_Links">Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links</span></h3>
<ul>
<li><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Auslegungsst%C3%B6rfall" target="_blank" rel="noopener noreferrer">https://de.wikipedia.org/wiki/Auslegungsst%C3%B6rfall</a></li>
</ul>
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